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Seit 40 Jahren Vorsitzender des Tennisbezirks
Dr. Schoofs bekam Präsente und rief zum größeren Engagement in den Vereinen auf
Im Bezirk „Rechter Niederrhein“ herrscht Harmonie. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung im Klubhaus des TC Grunewald Duisburg deutlich. Wahlen standen nicht an. Somit standen Ehrungen und die Jahresberichte im Vordergrund. Seit 40 Jahren ist Dr. Friedrich-Hermann Schoofs Vorsitzender des Tennisbezirks II. Gerhard Nölle, zum Zeitpunkt der Bezirksversammlung noch Vorsitzender des Tennisverbandes Niederrhein (TVN), erschien bei der Tagung, um Dr. Schoofs zu diesem besonderen Jubiläum zu gratulieren. Im Gepäck hatte er spanischen Wein. Die Bezirks-Vorstandskollegen schenkten dem Mülheimer das Buch „Erinnerungen“ von Helmut Schmidt.
Positiv ist immer, wenn die Kasse mindestens einen ausgeglichenen Haushalt ausweist. Schatzmeister Otfried Schumann berichtete, dass Einnahmen von 89.651,33 Euro Ausgaben von 89.042,14 Euro gegenüberständen. Dies ergibt im Jahr 2008 ein Plus von 609,19 Euro.
Jugendwart Dirk Wagner rechnet bei den Bezirks-Mannschaftsmeisterschaften mit 370 Teams. Bei den Einzel-Titelkämpfen hat es etwa 500 Meldungen gegeben. Die Endrunde findet vom 23. bis zum 28. Juni auf der Anlage des TC Grunewald Duisburg statt. Die Vorrunden werden auf den Anlagen TuB Bocholt, Dinslakener TG Blau-Weiß, TC Rot-Weiß Dinslaken, TC Grunewald und HTC Uhlenhorst Mülheim ausgetragen. „Das System, die Vorrundenspiele an verschiedenen Orten zu festen Zeiten auszutragen, hat sich bewährt. Es gibt keine weiten Fahrten und keine Termin-Streitigkeiten mehr“, so Dirk Wagner.
Knud Kalisch, langjähriger Trainer im Bezirk „Rechter Niederrhein“ regte an, einen Referenten für Schultennis im erweiterten Vorstand zu installieren. „Es gibt schon viele und erfolgreiche Projekte von Vereinen und Schulen. Leider erfährt man zu wenig davon“, sagte Kalisch.
Sportwart Klaus Menzel berichtete, dass 710 Teams für die Mannschaftsmeisterschaften 2009 gemeldet worden seien – nur eines weniger als im Vorjahr. 114 spielen auf Verbands-, 596 auf Bezirksebene. Geehrt wurden die Bezirks-Mannschaftsmeister 2008: TK 78 Oberhausen (Damen), Buschhausener TC (Damen 30), HTC Uhlenhorst Mülheim (Damen 40), TC Rot-Gold Voerde (Damen 50), TC Rot-Gold Obrighoven (Damen 55), KHTC Mülheim 8Herren), TC Grün-Weiß Rhede (Herren 30), TC Rot-Gold Voerde (Herren 40), Sportfreunde Königshardt (Herren 50), Sterkrader Tenniscourt (Herren 55), Mellinghofer TV (Herren 60) und TC Gunewald Duisburg (Herren 65). Für das Jahr 2010 zeichnen sich bedeutende Veränderungen für die Vereine ab. Die Wechselfrist für Spieler wird vom 30. November auf den 31. Januar des nächsten Jahres verlegt. Entsprechend verlängert sich auch die namentliche Mannschaftsmeldung vom 15. Februar auf den 15. März eines jeden Jahres.
Das Schlusswort gebührt Dr. Friedrich-Hermann Schoofs. Der Vorsitzende referierte über den Mitgliederschwund in Tennisvereinen, rief in diesem Zusammenhang aber auch zu einem noch größeren Engagement auf: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer aber nicht kämpft, hat schon verloren!“
Neuer Vorsitzender im Bezirk “Rechter Niederrhein”
Ära Schoofs ging zu Ende – Messerschmidt ist der Nachfolger

Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des Bezirks II: Jörg Messerschmidt (l.) und Dr. Friedrich-Hermann Schoofs.
Eine Ära ging am 17. März 2010 zu Ende. Eigentlich unvorstellbar für die Tennisspieler im Bezirk Rechter Niederrhein: Dr. Friedrich-Hermann Schoofs ist nicht mehr Vorsitzender im Bezirk II. Vier Jahrzehnte lang war er der Chef am rechten Niederrhein. Nun wurde er abgelöst von Jörg Messerschmidt. Alle anderen Themen rückten diesmal bei der Versammlung im Klubhaus des TC Grunewald Duisburg in den Hintergrund. Schon 1965 begann Dr. Friedrich-Hermann Schoofs damit, Strippen im Hintergrund zu ziehen – als Sportwart beim Oberhausener THC. Von 1969 bis 72 bekleidete er dort das Amt des Ersten Vorsitzenden. Unmittelbar im Anschluss begann seine Tätigkeit als Vorsitzender des Bezirks II.
Der Rechtsanwalt am Düsseldorfer Oberlandesgericht behielt im Paragrafendschungel stets den Überblick. Bei Veränderungen und Optimierung der Wettspielordnung war das Mitglied des KHTC Mülheim unentbehrlich. Seine Fähigkeit, als Mediator zwischen zwei Standpunkten zu vermitteln, hob ihn in den Disziplinarausschuss des Deutschen Tennis-Bundes. Kurzum: Auf allen Ebenen hat sich der begeisterte Tennisspieler, der als 79-Jähriger den Bezirksvorsitz nun abgegeben hat, besonders herausragende Verdienste um den Sport erworben. Dafür erntete Dr. Friedrich-Hermann Schoofs in der Bezirkstagung lang anhaltenden Applaus.
Zwei Kandidaten stellten sich in Duisburg zur Wahl: Jörg Messerschmidt, seit 14 Jahren Vorsitzender des TC Raadt Mülheim und wie sein Vorgänger Rechtsanwalt, sowie Heinz Hockel, bis dato Breitensport-Referent im Bezirk, bewarben sich um die Position des Ersten Vorsitzenden im Bezirk II. Das Ergebnis der Wahl ist bekannt: Jörg Messerschmidt führt nun den Bezirk an. Gewählt wurden außerdem seine Stellvertreterin Sybille Schwalemeier, Sportwart Klaus Menzel und Schatzmeister Otfried Schumann. Der bei der Jugendversammlung Ende 2009 gewählte Jugendwart Dirk Wagner und seine Stellvertreterin Sybille Schwalemeier wurden von der Versammlung bestätigt. Die Kassenprüfer sind Peter Bruckmann und Wolfgang Fiebig, Stellvertreter ist Dr. Christian Reintjes.

Den Vorstand im „Rechten Niederrhein“ bilden (v.l.) Dirk Wagner (Jugendwart), Sybille Schwalemeier (stellvertretende Vorsitzende und stellvertretende Jugendwartin), Jörg Messerschmidt (Vorsitzender) Otfried Schumann (Schatzmeister) und Klaus Menzel (Sportwart).
Geehrt wurden die Vereine, die bei den Mannschaftsmeisterschaften Verbands- und Bezirkstitel abräumten. Niederrheinmeister wurden die Damen 40 des TC Raadt, die Damen 50 des TK Heißen, die Herren 50 des TC Meiderich 03 und die Herren 70 des TSV Bocholt. Die Finanzen hat Otfried Schumann nach wie vor im Griff. Im Geschäftsjahr 2009 gab es lediglich ein Minus von 120,42 Euro. Eine Reihe von Blumensträußen wurden überreicht: ein Dankeschön an Heidi Lagger für die zuverlässige Leitung der Bezirks-Geschäftsstelle, an Beisitzer Gerhard Emmerich für seine 30-jährige Vorstandsarbeit sowie an den engagierten Referenten für das Schiedsrichterwesen, Hans Jakobs.
Das Zitat des Abends lieferte Dr. Friedrich-Hermann Schoofs. Zum Mitgliederschwund im Tennissport meinte er: „Es wäre doch gelacht, wenn wir diese Misere nicht durch gemeinsame Anstrengungen beenden können“, sagte er. Zu diesem Zeitpunkt war er noch Vorsitzender, später wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Und das mehr als verdient!
